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Die Fabrik, die Weltmeister antreibt, richtet auch die größte Motorenmarken-Party des Kartsports aus.
Die meisten Motorenhersteller verkaufen dir einen Motor, drücken dir ein Handbuch in die Hand und wünschen viel Glück. Vortex verkauft dir einen Motor, schreibt das Reglement, promotet die Meisterschaft – und fliegt seine Sieger anschließend nach Las Vegas. Das ROK-Projekt ist das am stärksten vertikal integrierte Renn-Ökosystem des Kartsports – und gemessen an Startfeldern und Geografie funktioniert es nachweislich.
Vortex begann als Werkstatt für Motorenpräparation und wurde 1995 selbst zum Hersteller – angesiedelt im Raum Pavia und als Teil der OTK Kart Group untrennbar mit Tony Kart verbunden. Der Erfolg kam fast sofort: Die ersten WM-Titel folgten 1996 mit Christopher Ravier in der Formula A und Johnny Mislijevic in der Formula Super A, inzwischen ist die Bilanz auf sechzehn Weltmeistertitel quer durch die Kategorien des Sports angewachsen – inklusive Motoren für die Elite-Direktantriebsklassen und die KZ-Schaltklassen.
Die transformative Idee hieß ROK: eine Familie versiegelter Einheitsmotoren mit Vortex selbst als Meisterschaftsveranstalter. Statt eines Wettrüstens kaufen die Fahrer identische, verplombte Aggregate und fahren unter einem einzigen technischen Reglement – dieselbe Logik wie bei den großen Rivalen der TaG-Ära, nur einen Schritt weiter gedacht, weil hier der Hersteller die Show von Anfang bis Ende betreibt: Motoren, Regeln, Kalender und Preise unter einem Dach. Die Leiter deckt den ganzen Sport ab: Mini ROK für die Cadets, Junior und Senior ROK, die Expert-Stufen für die Masters, der leistungsstarke Super ROK und der Shifter ROK mit Schaltgetriebe, später ergänzt um den 100-cm³-VLR. Vor allem Mini ROK wurde zum globalen Cadet-Standard – als Antrieb der australischen Klassen Cadet 9 und Cadet 12 und mit einer eigenen Klasse in Großbritanniens Super-One-Serie.
Das Schaufenster ist das ROK Cup Superfinal bei South Garda Karting in Lonato – OTKs Heimstrecke und eine der großen Kartsport-Arenen der Welt. Die Ausgabe 2019 war bereits die siebzehnte und lockte 419 Fahrer in sieben ROK-Kategorien an; die Sieger nahmen Motoren mit nach Hause – und Einladungen zu den Prestige-Events der Marke: ROK the RIO auf einem temporären Kurs in Las Vegas und das ROK Asia Final in Singapur. Ein Werkspokal mit Weltfinal-Flair – und berühmt großzügigen Preisstrukturen – ist exakt der Grund, warum sich nationale ROK-Programme in Europa, Asien und Amerika weiter vermehren.
ROK ist heute neben Rotax und IAME die dritte Säule des Kunden-Kartsports, am stärksten in Italien und auf dem amerikanischen Doppelkontinent und weltweit auf dem Vormarsch durch die Cadet-Klassen. Für OTK ist es Geschäft und Scouting-Netzwerk zugleich; für die Fahrer ist es bezahlbarer Rennsport mit echter internationaler Perspektive.
Wir ranken die ROK-Welt live: Die aktuelle Senior-Hierarchie zeigt unsere ROK-Senior-Rangliste, die auf Mini-ROK-Material heranwachsende Cadet-Generation findet sich in der Mini-60-Rangliste.
Quellen: Vortex — official history · 7 champions for a Rok Cup Superfinal — Vroomkart · ROK Cup USA — by Vortex · Getting Started — Greater Sydney Kart Club